Gehirn – Schlüssel zur Gesundheit

Gehirn – vereinfacht dargestellt

In den letzten Jahren wurden im Bereich der Gehirnforschung bahnbrechende Erkenntnisse erlangt. Im Rahmen der funktionellen Medizin etablierte sich der Bereich der funktionellen Neurologie.

Funktionelle Medizin

Man schätzt dass ca. 50% der Patienten an funktionellen Störungen leiden. Das sind Leiden, die durch die klassischen Untersuchungsmethoden nicht entdeckt werden (wie Blutuntersuchung oder bildgebende Verfahren). Das liegt zum Einem, dass diese Untersuchungsmethoden nur dazu da sind, um schwerwiegende Erkrankungen auszuschließen und zum Anderen, dass unser Gesundheitssystem diese Leiden nicht kategorisieren kann.

Funktionelle Medizin hat sich in den letzten Jahren etabliert, da viele Patienten sehr gelitten hatten, aber niemand verstanden hat, unter welcher Krankheit die Patienten leiden. Dies muss für diese Patienten schrecklich gewesen sein. Denn die funktionelle Medizin untersucht ALLE Körpersysteme mit Untersuchungsmethoden, die meist aufwendiger sind. Wichtig dabei ist aber das Zusammenspiel der einzelnen Körpersysteme.

Dabei bedient man sich mit dem Wissen der stets aktuellen Wissenschaft der Medizin, der Erfahrungsheilkunde der traditionellen Medizin, der Naturheilkunde, aber auch mit der Biophysik und der Biochemie, der Wissenschaft der Psycho-Neuro-Immunologie und der Quantenphysik, usw. – im Prinzip: „Alles was hilft“ 🙂

In meinen Augen ist das GANZHEITLICHE MEDIZIN. Nicht Krankheitorientiert, sondern Gesundheitorientiert!!!

Funktionelle Neurologie

Alle Körpersysteme müssen wie in einem Orchester harmonisch zusammenarbeiten.

Das Nervensystem reguliert alle Körpersysteme untereinander als auch mit der Umwelt, die diesen Menschen umgibt. Dieses komplexe Zusammenspiel der Funktionseinheiten muss innerhalb kürzester Zeit gewährleistet sein, um stets adäquat auf Reize reagieren zu können. Reize wie z.B. Keime, Umweltreize oder einfach nur eine Lageveränderung des Körpers wird mit Hilfe von komplexen Reflexen und Regelkreisläufen laufend reguliert.

Eine Verletzung kann eine Störung der Kommunikation der einzelnen Funktionsteile nach sich ziehen. Ist die Kommunikation gestört, kann das Nervensystem nicht mehr ausreichend regulieren. Dies kann mit der Zeit zu funktionellen Leiden (Knieschmerzen) führen, sogar zu systemischen Erkrankungen (rheumatischen Schmerzen).

Dabei muss das Problem nicht unbedingt am einzelnen System (Bewegungsapparat) liegen, es kann auch an verschiedenen Systemen (Bewegungsapparat, Immunsystem) liegen. Es muss nicht am Einzelteil (Kniegelenk) liegen, sondern kann an verschiedensten Stellen (Bein, Wirbelsäule, Darm) liegen.

Ein Beispiel:

Hüftschmerzen! Ich versuche dieses komplexe Zusammenspiel zu vereinfachen:

Die Nerven, die den Schmerz weiter leiten gehen zur Wirbelsäule. Von der Wirbelsäule über das Rückenmark zum Hirnstamm. Vom Hirnstamm weiter zum Sensorischen Hirnanteil.

Auf diesem Weg können die Nerven irritiert werden. Ein „verdrehter Wirbel“ kann diesen Nerv stören, aber auch eine Störung im Hirnstamm. Im Hirnstamm laufen sehr viele komplexe Regulierungen ab (z.B. Herzschlag, Atmung, Steuerung der inneren Organe, usw.). Hat der Patient nun z.B. eine Störung durch die Atmung, muss im Hirnstamm gegenreguliert werden. Diese Regulation kann durch verschiedenste komplexe Zusammenhänge zu Störungen führen, dass das Netzwerk des Hirnstammes die Kommunikation der einzelnen Bereiche nicht mehr gewährleistet kann.

Dies hat in diesem Fall zur Folge, dass das Schmerzweiterleitungssystem der Hüfte irritiert ist. Auffällig wäre z.B. bei einer flachen Atmung verstärkt sich der Schmerz, hingegen bei einer tiefen Atmung verringert er sich.

Diese Störung kann dann auch mit der Zeit zu weiteren Problemen im Bewegungsapparat führen. Z.B. bekommen dann manche Patienten auch noch Schulterschmerzen oder auch Darmstörungen usw.

Durch funktionelle neurologische Untersuchungen und Therapien können diese Störungen entdeckt und therapiert werden. Im oben beschriebenen Beispiel sollte daher auf jeden Fall zur Behandlung der Hüfte auch eine Behandlung des Atmungssystems erfolgen. Spannend werden dann weitere Untersuchungen, um herauszufinden, was die Ursache der Atmungsstörung ist…?!

ES MACHT UNHEIMLICH SPASS DIESE KOMPLEXEN ZUSAMMENHÄNGE ZU THERAPIEREN. Diese Therapien sind für mich ein wichtiger Schlüssel zu meiner Arbeit in der ganzheitlichen Heilkunde.

Es ist ein Wunder, wenn man feststellt zu was unser Nervensystem in der Lage ist. Unser menschliches Gehirn ist ein WUNDERWERK. Viele komplexen Zusammenhänge sind noch unbekannt und noch nicht erforscht. Dies ist ein noch junges Forschungsgebiet und erfordert ein ständiges Lernen aktueller Berichte. I love it… 🙂

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