Bewegung als Medizin

Es gibt keine Therapie, mit der man soviel erreichen kann, wie mit Bewegung. Es gibt keine Krankheit, die sich nicht ohne Bewegung verbessern lässt. Selbst grobe Ernährungsfehler lassen sich zum Teil mit Bewegung kompensieren.

Bewegung für mehr Energie

Je mehr Bewegung man hat, desto mehr Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen) werden gebildet. Je mehr Mitochondrien, desto mehr ATP („Energiemolekül“ – Energieträger in Zellen) wird produziert. Der Mensch mit einem Durchschnittsgewicht von 70 kg Körpergewicht produziert TÄGLICH 70 kg ATP.

Wäre es nicht schön, soviel Mitochondrien zu haben, soviel ATP, dass man kraft- und schwungvoll den Tag bestreiten kann?

Bewegung für den Stoffwechsel

Je mehr Muskeln beansprucht werden, je mehr Muskeln der Körper bildet, desto besser funktioniert der Stoffwechsel.

Wenn Sie viele Muskeln haben, können Sie sogar Fett auf der Couch verbrennen. Denn jede Muskelzelle braucht Energie sogar in Ruhe.

Muskelaktivität ist sogar in der Lage, den Insulinspiegel zu regulieren. Ein Segen für Diabetiker, oder Prädiabetiker. In Kombination mit Ernährung wäre diese Erkrankung Vergangenheit.

Die Bewegung sorgt dafür, dass überschüssiger Zucker verbrannt wird und dieser sich somit nicht als „schlechtes Bauchfett“ umgewandelt wird. Die Fettverbrennung wird trainiert.

Regelmässige Bewegung sorgt sogar dafür, dass sich das Ernährungsverhalten automatisch positiv verändert.

Bewegung für das Immunsystem

Bewegungsreize stimulieren das Immunsystem. Es reguliert die Immunzellbildung und sorgt dafür, dass Entzündungen in unserem Körper reduziert werden, aber Immunzellen, die uns vor Viren und Bakterien schützen aufgebaut werden.

Es unterstützt Wundheilungsprozesse, Allergien, Autoimmunerkrankungen. Sogar bei Krebs unterstützt Bewegung die Heilung. Und natürlich bei Arthrose und Rheuma empfehle ich Bewegungsübungen. Es sollte nur richtig ausgeführt werden – bewegungsökonomisch, natürlich, menschlich halt.

Ich kann mich noch erinnern, als ich als Physiotherapeut eine junge Patientin mit Rheuma zu behandeln hatte. Ich „durfte“ bei ihr nur ganz sanfte Bewegungen machen. Ich aber wollte das junge Mädchen anleiten sich richtig zu bewegen und sogar sich intensiv zu bewegen: am Trampolin mit Sprüngen usw. – Ich wäre mir sicher gewesen, ihre Entzündungen hätten sich reduziert und sie hätte Muskeln aufgebaut. Obendrein hatte sie einen RIESENSPASS ohne diese langweiligen Übungen: ABER IHRE ELTERN HATTEN WAS DAGEGEN UND HATTEN ALLE TERMINE ABGESAGT, ohne auf meine Begründungen zu hören. Der „Doktor“ hat es verboten und weiß es eben besser – hat ja Medizin studiert und schliesslich hat er Cortison gegen Entzündungen.

Bewegung für die Psyche und gegen Streß

Bewegung, vor allem noch in der richtigen Umgebung, sorgt dafür, dass Streßhormone abgebaut werden. Es reizt im Gehirn die Nervenzellbildung. Nirgendwo habe ich die besten Ideen, als beim Laufen. Bewegung hilft nach Lernprozessen, dass sich das Gelernte verinnerlicht. Es fördert die Sauerstoffproduktion für das Gehirn.

Je mehr Mitochondrien (schon wieder), desto mehr Sauerstoff kann gebildet werden. Durch Bewegungen werden Botenstoffe gebildet, die glücklich machen. Mit das BESTE ANTIDEPRESSIVUM. Die Botenstoffe fördern nachts die Regeneration und den Schlaf.

Streßhormone sorgen für eine Steigerung des Blutzuckers, Anspannung der Muskulatur, flachen Atmung, Herzrhytmusstörungen, Engstirnigkeit beim Denken, schlechten Schlaf und zu Immunstörungen/ Immunschwäche. Der Blutdruck ist sehr häufig höher, man neigt zu chronischen Erkrankungen, Schmerzen usw.

Diese Hormone dienen eigentlich nur dazu, vom Tiger davon zu rennen: Mehr Energie (Blutzucker), Muskeln in Bereitschaft für Kampf oder Flucht, das Herz bereit für mehr Pumpleistung und das Gehirn fokussiert: ALLES DIENT NUR DEM ÜBERLEBEN – KAMPF ODER FLUCHT. Leider (oder Gott sei Dank) müssen wir nicht mehr kämpfen oder fliehen.

Es wäre doch toll, wenn wir so tun als ob wir fliehen würden und würden uns einfach mal bewegen. Diese Streßhormone würden automatisch abgebaut werden und es würden sich „Relaxhormone“ bilden – Geil oder?

IN DEN NÄCHSTEN WOCHEN WERDE ICH VERMEHRT ÜBER BEWEGUNG – DIE WICHTIGSTE THERAPIE – BERICHTEN. Ich versuche ein paar Empfehlungen zu geben und Informationen. Wer es etwas genauer wissen will (Übungsbeispiele), kann sich bei mir für den Newsletter anmelden – HIER

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