Mein Baby schreit

Warum schreien Babys? Manche glauben immer noch, dass das Baby die Eltern „erziehen“ will und man sie ruhig mal schreien lassen sollte, dass diese es „lernen“ müssten.

Das ist totaler Blödsinn, liebe Großeltern, hört auf diesen Quatsch zu erzählen. Liebe Ärzte, wenn ihr nicht wißt, warum das Baby schreit und ihr keine Krankheiten findet, dann versucht doch den Blickwinkel ein wenig zu verändern, vielleicht sagt euch eure ärztliche Intuition, dass es auch funktionelle Störungen geben kann. Und liebe Eltern, lernt wieder auf eure Intuition zu hören. Manche Babys haben vielleicht einfach nur menschliche Bedürfnisse.

Kein Baby schreit ohne Grund!

Schwangerschaft und Geburt

negativer Streß

Manche Schwangerschaften oder Geburten laufen nicht so, wie man es sich vorstellt. Streß kann durch die vermehrte Ausschüttung von Streßhormonen die Nervenverbindungen im Gehirn des Babys verändern. Es kann sogar zu einer anatomischen Veränderung der Amygdala (im Gehirn) führen.

Die Folgen können schreien sein, denn das Baby hat möglicherweise Angst, wenn es alleine liegt. In der Evolution und bei Naturvölkern war es völlig normal, dass die Babys nie alleine waren. Sie wurden immer herumgetragen. Es wäre zu gefährlich wenn es zu lange alleine wäre: es könnte ja von einem Tier geraubt werden (so denkt unser evolutionärer Teil des Gehirns instinktiv). Dann ist es doch logisch, dass ein Baby, bei Vorhandensein von einem „Angstgehirn“ laut schreien muss um zum sichersten Ort zu gelangen den es gibt: bei MAMA!

Und das schöne bei den Naturvölkern ist: die Kinder, die viel herumgetragen werden, fangen schon viel früher an zu laufen und die Welt zu entdecken als bei uns. Sie wissen, dass sie immer geschützt werden, haben ein starkes Sicherheitsgefühl entwickelt. Diese Kinder sind sehr selbstbewußt geworden.

Es gibt Studien, die zeigen, dass bei einem Fehlverhalten der Mutter (ignorieren des Schreiens) die Kinder Probleme auf Gehirnebene bekommen können. Die ersten 10 Lebensjahre sind für die Gehirnentwicklung, was das Verhalten und das Vertrauen angeht, enorm wichtig.

Bei manchen Babys zeigt sich dies z.B. dadurch, dass nur zu bestimmten Zeiten geschrien wird. Manche sind Geräuschempfindlich, andere können nicht alleine schlafen oder nicht im Dunkeln (unser Evolutionsgehirn wieder). Der Verstand ist noch nicht so ausgeprägt, dass die Babys dies absichtlich machen könnten.

Stoffwechselstörungen der Mutter

Sehr häufig erlebe ich, dass Babys schreien, wenn die Mütter mit Schwangerschaftsdiabetes zu tun hatten. Manche hatten offensichtlich ein Prädiabetes. Diese wird durch herkömmliche Untersuchungen manchmal übersehen, die Anzeichen sprechen aber für sich. Die veränderte Stoffwechselsituation führt sehr oft beim Baby ebenfalls zu Störungen. D.h. nicht zu Diabetes, aber sehr häufig zu Verdauungsproblemen oder Unruhe.

Immer wieder geben die Mütter an, an einen Pilz zu leiden. Der Pilz kann sich auch auf das Baby übertragen. Auch dies kann zu Verdauungsstörungen führen. Eine Anwendung von außen macht daher meist wenig Sinn (Salben, etc.).

Stillprobleme

Manche Mütter haben Schwierigkeiten mit dem Stillen, manche wollen aber auch einfach nicht stillen. Es kann sein, dass diese Kinder die Flaschennahrung nicht vertragen. Manche vertragen auch nur bestimmte Produkte nicht (Dies lässt sich nachtesten).

Man sollte wissen, dass die Muttermilch sich im Laufe des Tages verändert. D.h. manchmal ist sie flüssiger – denn manchmal hat das Kind keinen Hunger, sondern Durst. Am Abend sind Stoffe darin enthalten, die das Kind beruhigen, tagsüber ist die Zusammensetzung anders. Dies regelt der Körper abgestimmt auf die Bedürfnisse des Kindes. Ist das nicht fantastisch?

Das kann die „künstliche“ Nahrung nicht. Die ist immer gleich. Diese Kinder können Koliken bekommen, Hautausschläge etc.

Blockaden

Ja, wirklich. Manchmal bekommen die Kleinen Blockaden. Durch die Geburt oder auch manchmal durch die Schwangerschaft kann es zu Blockaden kommen oder zu Muskelverhärtungen. Sogar bei Kaiserschnitten treten diese auf.

Ich möchte nicht aufzählen durch was dies geschehen kann, denn werdende Mütter können dadurch Streß bekommen 😉

Wenn Sie dazu Fragen haben, schreiben Sie mir.

Diese Muskel-Gelenk-Probleme können auf Nerven drücken, die z.B. die Verdauung regulieren, die das Verhalten ändern oder zu Lagerungsproblemen führt.

Wenn Sie beobachten, dass Ihr Baby nur in eine Richtung schaut, oder die Bauchlage nicht will oder sich ständig überstreckt, dann kann es daran liegen. Sie können es auch an den Beinlängen sehen oder ob es immer in der gleichen Seitwärtskrümmung liegt. Manche Babys mögen das Maxi Cosi nicht, oder haben Problem beim Saugen, spucken sehr viel oder haben Koliken.

nach Impfungen

Es kann vorkommen, dass Babys nach den Impfungen zu starke Reaktionen zeigen. Die Dunkelziffer bei Impfschäden ist sehr hoch, wer meldet es schon, wenn alles „ganz normal“ ist.

Kinder werden geimpft obwohl sie erkältet sind oder zahnen. Eigentlich nicht erlaubt, dennoch gemacht. Manche zeigen danach nicht nur körperlichen Reaktionen, die Eltern berichten auch von wesentlichen Verhaltensänderungen. Auch diese werden nicht gemeldet. Also immer alles harmlos, die Heilpraktikerspinner übertreiben immer so 😉

Ihr Kinderarzt sollte Sie aufklären: pro und kontra, ganz neutral. Sie sollten frei entscheiden dürfen und sich bei Ihrer Entscheidung gut fühlen und gut betreut wissen dürfen. Ich bin kein Impfgegner aber auch kein Befürworter, so wie es bei uns betrieben wird.

gute Kinderärzte

sind seltener geworden, aber ich kenne welche – es gibt sie. Auf einer Fortbildung ist mir auch eine begegnet, die war klasse.

Gute Kinderärzte erklären das Impfthema ganz neutral, so wie sie verpflichtet sind. Wenn Sie impfen wollen, dann tun sie das, klären über Nebenwirkungen auf und helfen danach bei Problemen. Die haben aber auch kein Problem, wenn Sie das nicht wollen, auch da bekommen Sie die volle Unterstützung. (Ich hörte von einem Kinderarzt, der sich weigern wollte Patienten zu behandeln, die sich nicht impfen ließen.).

Gute Ärzte versuchen manche Krankheiten einfach mal durchmachen zu lassen, vielleicht mit natürlichen Mitteln unterstützt. Der Vorteil für die Kinder ist immens. Diese Ärzte wissen aber auch, wann man einschreiten muss und mit „härteren“ Waffen vorgehen muss. Mit unseren Kindern hatten wir so einen Arzt, leider ist er jetzt in Rente. Der Arzt praktizierte nicht in unserer Nähe, aber das war uns egal. Unsere Kinder profitierten davon.Oft konnten und durften die Kinder einfach mal krank sein, wurden vom Arzt und von uns betreut. Nur einmal brauchte es ein Medikament, Antibiotika war nie notwendig. Über Fieber waren wir immer dankbar. War der dann doch zu hoch, haben wir es mit Hausmitteln wieder etwas runtergebracht – kontrolliertes fiebern!

Ich als Heilpraktiker darf manche Krankheiten nicht behandeln, mir fehlt auch das Wissen das der Arzt hat. Daher bin ich nun froh von einer Ärztin gehört zu haben, die bei einigen Patienten helfen könnte, wo ich nicht mehr weiter weiß.

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