Fruktose – fruchteigener Zucker, gesund oder nicht?

Fruktose ist ja Fruchtzucker. Das muss ja gesund sein, denn Früchte sind ja auch gesund. Gell?

Fakten zur Fruktose

Ein Irrtum:

In Früchten ist der Anteil an Fruktose eher gering. Der Anteil an Glukose ist höher. Studien haben gezeigt, dass Fruktose zu Entzündungen führen kann.

Diese Entzündungen können unser Gehirn und die Leber auf Dauer schädigen. Glukose macht das nicht.

Fruktose kann zu einem höheren Harnsäurespiegel führen, nicht Fleisch wie immer noch behauptet wird.

Fruktose führt zur Blutzucker- und Insulinerhöhung, Glukose viel weniger.

Fruktose schaltet im Gehirn, im Hypothalamus, das Sättigungsgefühl aus. Wir können uns davon kaputt essen, ohne satt zu werden. Das hat den Hintergrund, dass früher in der Steinzeit Fruktose sehr selten vorkam. Wenn es dann doch mal Fruktose gab, dann war es wichtig, eine Menge davon zu essen um sich FETT für schlechte Zeiten anzulegen.

Heute führt es zu Übergewicht. Nicht das Fett macht fett, sondern Fruktose: ZUCKER!

In Haushaltszucker ist zu 50% Fruktose enthalten. In Industriefutter wird Fruktose gegeben, denn der ist schon in geringen Mengen so süß, dass dieser sehr billig für die Industrien sind.

In Säften wird „Fruchtzucker“ sogar noch dazu gegeben, denn der ist ja schon von Natur aus enthalten, also stimmt die rechtliche Deklaration. Nur wenn man bedenkt, dass ein Glas Apfelsaft aus vielleicht 10 Äpfeln besteht, ne Menge Fruchtzucker – zu viel Fruktose.

Ein bis 2 Äpfel täglich sind sehr gesund. Aber 10 Äpfel täglich und noch mehr?

Das Gesunde im Apfel ist das Pektin, das ist wichtig für unsere Darmbakterien. Im Apfel sind sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, sie unterstützen unser Immunsystem. Diese Stoffe sind hinter oder in der Schale. Im Saft sind die weg! Die Fruktose im Apfel ist an Fruchtfleisch gebunden, das ist für unser Verdauungssystem in Ordnung.

Fruktoseintoleranz

ist der größte Quatsch, der erfunden wurde. Dass gibt es nicht. Denn jeder Mensch ist ab einen bestimmten Grad Fruktoseintolerant.

Nicht falsch verstehen, natürlich ist es ein großes Leid für die Patienten unter starken Durchfall zu leiden. Aber es ist heilbar, weil es keine Krankheit ist, sondern nur ein Zeichen für Übersättigung eines bestimmten Stoffes.

Würden Sie jeden Tag zuviel Alkohol trinken, würden dann z.B. dadurch verblöden, würde ich es auch nicht Alkoholintoleranz nennen. 😉

Fruktoseintoleranz ist ein „Alarmschrei“ der Bauchspeicheldrüse. Denn zu viel Fruktose kann zur Entzündung der Drüse führen. Das liegt jetzt aber nicht daran, dass man kein Obst verträgt. Wir haben nicht genug Enzyme um soviel Fruktose aufnehmen zu können. Also: Durchfall!

Fruktose wird durch zuviel Zucker, Säften und Industriefutter konsumiert. Das ist das Problem. Es ist doch dann völlig klar, dass dann schon ein Apfel ausreicht, um Durchfall zu bekommen.

Smoothies, Babynahrung, Kindernahrung

die meisten gekauften Smoothies enthalten sehr viel Fruktose. Kindernahrung der Industrie enthält ja nur  „gesunden fruchteigenen Zucker“ mit ganz „viel Vitaminen“, schließlich ist ja auf der Verpackung auch Obst darauf und das schlimmste:

in der Babynahrung steckt in den meisten Fällen zu viel Zucker, sogar in BIO-Gläschen steckt viel „gesundes“ Süßes.

Unsere Kinder werden schon sehr früh auf süß getrimmt, die Konsumenten von morgen. Skandale von Hipp und Co. werden kurz wahrgenommen, man verspricht Besserung und tatsächlich:

statt 25% Zuckergehalt sind es jetzt nur noch 18%. Klasse!

Fruktose wie Alkohol

Fruktose wird in der Leber auf den gleichen Weg abgebaut wie Alkohol!

Aus Alkohol kann eine Fettleber entstehen, aus Fruktose auch!!!

Ich habe im Labor häufig beginnende Leberstörungen festgestellt, aufgrund von Fruktose (manchmal auch durch Alkohol).

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.