Frühgeborene Babys

Heute hörte ich im Radio von einem Arzt, der über frühgeborene Babys geredet hat. Ich war wirklich fasziniert, wie weit die Medizin heute ist:
DAS ist wirklich Medizin: Diesen Fortschritt kann man begrüßen.

Hier machen die Medikamente und Geräte wirklich Sinn:

Der Arzt meinte, dass die Überlebenschance bei Frühgeborene schon bei 85% liegen, wenn die Kinder mindestens 500g Geburtsgewicht haben. Dies wäre so ca. ab der 21. Schwangerschaftswoche.
Natürlich je schwerer und später, desto höher die Chancen. Aber 85%! Wahnsinn. Die Organe sind hier zwar schon angelegt, aber noch nicht ausgereift. Daher wäre es ohne die moderne Medizin nicht möglich. Z.B. ist die Lunge noch keine richtige Lunge, sondern eher noch eine Art „Drüse“.

Unterstützung durch die Osteopathie?

Ich hoffe, dass in Krankenhäusern immer mehr Osteopathen eingesetzt werden. Unterstützen kann man sicherlich, aber es geht natürlich in diesem Fall auch ohne.

NACH dem die Kinder aber aus dem Krankenhaus entlassen wurden, hatte ich schon frühgeborene Babys behandelt. Denn Manche haben z.B. Probleme im Hals-Nasen-Bereich bekommen (ich vermute durch den Beatmungsschlauch) oder Unruhezustände (im Krankenhaus ist es natürlich – trotz Bemühungen durch das Krankenhauspersonal – Ruhe nicht immer möglich). Manche klagen auch über Verdauungsprobleme.
Das sind natürlich „harmlose“ Probleme im Vergleich zu den Schwierigkeiten, die Frühgeborene im Krankenhaus noch haben. Aber manchmal bin ich froh den Kleinen da trotzdem helfen zu können.

Was man wissen muss

Auch wenn die Kinder nach ein paar Monaten gesund sind und vielleicht noch etwas kleiner, dauert es doch etwas länger, bis die Kinder in der Entwicklung aufholen.

Daher sollte man etwas Geduld haben, gerade diese Kinder können nicht in ein tabellarisches Schema gesteckt werden. Man sollte nicht vergleichen. Es ist wichtig sich in allen Dingen etwas Zeit zu lassen und noch mehr als üblich viel Geborgenheit geben. Gerade der Hautkontakt ist wichtig und es muss hier viel „nachgeholt“ werden. In Krankenhäusern ist dies nicht immer so möglich (Auch wenn das medizinische Personal sehr bemüht ist).

Es kann manchmal sogar Jahre dauern, bis aufgeholt wird (ca. 7 Jahre). Sie werden aber dennoch wie andere Kinder springen können und genauso schlau sein. Aber die Organe sind weiterhin etwas kleiner ausgebildet. Mir wird beschrieben, dass diese Kinder etwas weniger Hunger haben (klar – das Gewicht der Organe ist etwas geringer). Sie bekommen genauso die Nährstoffe, auch wenn die Kinder etwas weniger essen, also keine Sorgen, versuchen Sie nicht das Kind mit anderen Kindern bezgl. den Essgewohnheiten zu vergleichen. Die Organe nehmen mehr auf – das sind evolutionäre Programme im Gehirn, die das regulieren und ausgleichen.

Hören Sie auf IHR Gefühl und sonst auf Niemanden!

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